Erdbestattung in Frankfurt am Main

Die Erdbestattung bietet den Hinterbliebenen einen stillen Ort für die Trauer und ermöglicht die persönliche Gestaltung des Grabes als würdigen Erinnerungsort.

Ein Sarg für eine Erdbestattung ist mit Blumen des tiefen Kummers geschmückt

Was ist eine Erdbestattung?

Die Erdbestattung ist eine traditionelle Bestattungsform, bei der der Verstorbene in der Erde beigesetzt wird.

Diese Form der Beisetzung ist weltweit verbreitet und in vielen Kulturen und Religionen tief verankert. Sie symbolisiert den Kreislauf des Lebens und die Rückkehr des Verstorbenen zur Natur.

Ablauf einer Erdbestattung

Eine Erdbestattung folgt festen Ritualen. Sie beginnt mit der zeremoniellen Überführung des Verstorbenen in einem Sarg:

  1. Auf dem Friedhof erfolgt die feierliche Trauerzeremonie, bei der Hinterbliebene Gelegenheit haben, Abschied zu nehmen.
  2. Nach den persönlichen Worten und Ritualen wird der Sarg oder alternativ die Urne behutsam in das vorbereitete Grab hinabgelassen.
  3. Die Erde deckt das Grab zu, und es besteht die Möglichkeit, es mit Blumen zu schmücken.

Ein würdevoller Abschied für den Verstorbenen.

Blumenschmuck bei der Erdbestattung

Blumenschmuck spielt eine wichtige Rolle. Er verleiht dem Sarg und der Grabstätte eine würdevolle Atmosphäre und drückt die Verbundenheit der Hinterbliebenen aus.

Ruhezeit

Die Ruhezeit beträgt meist 20 bis 25 Jahre, abhängig von der Laufzeit des Grabnutzungsrechts.

Der Sarg wird in einer Tiefe von etwa 1,60 Metern beigesetzt. Dieser Zeitraum gibt den Angehörigen Raum für Trauer und Gedenken.

Sargauswahl

Für die Erdbestattung stehen verschiedene Sargmodelle zur Auswahl. Besonders wichtig ist das Material. Ein Sarg aus Hartholz, wie Eiche, hält der Erdlast besser stand als ein Kiefernsarg, der oft weniger stabil ist.

Ökologische Aspekte

Die Erdbestattung ist umweltfreundlich, da der natürliche Zersetzungsprozess Teil des ökologischen Kreislaufs ist.

Es sollten umweltverträgliche Materialien verwendet werden, um die Umweltbelastung zu minimieren. Dazu gehören biologisch abbaubare Lackierungen und umweltfreundliche Sargmaterialien.

Kosten

Die Kosten variieren stark und hängen von den individuellen Wünschen ab.

Sowohl die Erd- als auch die Feuerbestattung können schlicht oder aufwendig gestaltet werden. Dienstleistungen und Trauerwaren bieten bei beiden Bestattungsformen viele Möglichkeiten der persönlichen Gestaltung.

Informationen zu Grabarten in Frankfurt

Sie möchten sich weiter über verschiedene Grabarten wie Erdwahl-, Reihen-, Rasen- oder Wiesengräber informieren? Schnuppern Sie gerne in unseren dazu spezifisch erstellten Artikel hinein:

Ausblick auf die Zukunft

Die Erdbestattung bleibt eine zentrale Säule der Bestattungskultur und wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle in der Trauerkultur spielen.

Aber dennoch steht die Bestattungsart in Deutschland vor tiefgreifenden Veränderungen. Denn der Trend geht zunehmend zur Feuerbestattung, die 2021 bereits 77 % der Bestattungen ausmachte .

Dieser Wandel wird durch die zunehmende Säkularisierung, steigende Kosten und den Wunsch nach pflegeleichten Ruhestätten vorangetrieben. Viele Menschen bevorzugen mittlerweile Urnengräber oder alternative Bestattungsformen wie Baumbestattungen oder Bestattungswälder, die eine naturnahe und oft kostengünstigere Option bieten.

Obwohl die Erdbestattung in ländlichen Regionen noch verbreitet ist, zeigt sich ein deutlicher Rückgang in städtischen Gebieten. Die Friedhöfe verlieren zunehmend an Bedeutung, da viele Menschen keine langfristige Grabpflege wünschen. Daher werden Friedhöfe teilweise in naturnahe Biotope oder städtische Oasen umgewandelt.

Die Digitalisierung beeinflusst ebenfalls die Bestattungskultur. Virtuelle Gedenkseiten und QR-Grabsteine ermöglichen es, Erinnerungen digital zu bewahren und den Trauerprozess individuell zu gestalten.

Insgesamt zeigt sich, dass in Deutschland zunehmend alternative und individuellere Bestattungsformen genutzt werden. Dieser Wandel spiegelt zum Teil die gesellschaftlichen Veränderungen wider, in denen Traditionen hinterfragt und neue, nachhaltige sowie persönliche Abschiedsrituale entwickelt werden.

Seit 2025 gibt es allerdings auch Anzeichen für einen möglichen Umschwung der Tendenzen. Wir dürfen also gespannt sein, wohin die Reise führt!

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